Erster permanenter Vorsitzender des Europäischen Rats wird der belgische Premierminister Herman van Rompuy. Er dichtet und sammelt auf seiner privaten Internetseite Weisheiten über das Leben und den Tod. Und gilt als äußerst versierter Politiker.
Haikus von Herman van Rompuy:
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Water Plassen wachten |
Wasser Pfützen warten |
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Een meeuw op één poot |
Eine Möwe auf einem Bein |
Wolken Wolken als watten bovenaards. Vanop de grond een weelde van kleur |
Wolken wie Watte |
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Ik ruik de vrieslucht,
Het licht aan zee is |
Ich rieche die Frostluft,
Das Licht am Meer ist |
Van Rompuy zitiert „einen Freund“ mit folgenden Aussagen über den Politiker:
„Aufgabe in der Politik
Der Politiker könnte viel heiterer und gelassener [veel serener] und glücklicher sein, wenn er die Grenzen seines Auftrags für sich selbst besser abstecken würde. Von seiner Überzeugung ausgehend muss er das Zusammenleben begleiten, neue Impulse geben, bei falschen oder gefährlichen Entwicklungen gegensteuern oder sie abwenden und die Klippen zeitig sehen, um sie umsegeln zu können. Nach 30 Jahren Leben in der Wetstraat [im Parlaments- und Regierungsviertel] wird er dann mit innerlicher Befriedigung feststellen, dass er vielleicht wenig „Siege“ verbucht hat, aber viel Unheil hat abwenden können.“
Und ein letztes. Van Rompuy zitiert die Worte, die Émile Loubet bei seinem Amtsantritt als französischer Staatspräsident 1899 fand:
„Je ne suis pas venu ici pour mon plaisir;
je n’en sortirai pas pour le plaisir des autres!“
Ich bin nicht zu meinem Vergnügen hierhergekommen;
ich werde hier nicht wieder weggehen, um anderen ein Vergnügen zu machen!
Das alles sagt doch eine Menge über den Mann.
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