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<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 17:08:49 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: reichsfrei.de  - Deutschland und die Welt da draußen</title>
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    <title>Im Maschinenraum der Geschichte</title>
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            <category>Geschichte</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Wo sind wir? In welche fremde Welt sind wir geraten? Wie sind wir dort hingekommen? Gro&amp;szlig;e und kleine Kriegerreiche fangen Kriege an, aus keinem anderen Grund als weil sie es k&amp;ouml;nnen &amp;ndash; Russland und die USA, Israel und die W&amp;uuml;stenreiche des Sudan. Der F&amp;uuml;hrer der westlichen Welt wurde zur Gei&amp;szlig;el der westlichen Welt; der Erbe des Jahrhunderthoffnungstr&amp;auml;gers Michail Gorbatschow will Totengr&amp;auml;ber Europas sein; der Leuchtturm der Demokratie im Nahen Osten hat sich in eine imperialistische Kolonialmacht verwandelt; machtbesessene Kriegsherren am Mittleren Nil schlagen sich auf genau die Weise, die europ&amp;auml;ische Rassisten des 19. Jahrhunderts von ihnen erwartet h&amp;auml;tten.&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Nirgends ist der Ritter in schimmernder Wehr zu sehen, der die Schurken der Welt in die Schranken weisen w&amp;uuml;rde; auch der erzwungene F&amp;uuml;hrungswechsel im Iran hat nur dazu gef&amp;uuml;hrt, dass jetzt anstelle &amp;uuml;bler Theologen &amp;uuml;ble Milit&amp;auml;rs das Sagen haben. Die Kriege lassen Hunger und Elend wieder wachsen; und den Klimawandel gibt es ja auch noch, nur dass sich jetzt niemand mehr f&amp;uuml;r die Naturkatastrophen von morgen interessiert. Die Weltwirtschaft treibt derweil auf die n&amp;auml;chsten Stromschnellen zu.&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Im-Maschinenraum-der-Geschichte-230.html#extended&quot;&gt;&quot;Im Maschinenraum der Geschichte&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 18:36:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche nation</category>
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    <title>Vom Ducken und Bücken - Europa verhandelt mit Amerika</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Vom-Ducken-und-Buecken-Europa-verhandelt-mit-Amerika-229.html</link>
            <category>Europäische Union</category>
            <category>Staat und Nation</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;Juli 2025 in Europa: Es war eine Dem&amp;uuml;tigung - und nicht die erste. Donald Trump empf&amp;auml;ngt Ursula von der Leyen in seinem Prunkzelt, um den Europ&amp;auml;ern k&amp;uuml;nftig 15% Tribut aufzuerlegen - und er erwartet Dankbarkeit f&amp;uuml;r die Gnade, die er den Vertretern des alten Kontinents damit erweist. Daf&amp;uuml;r d&amp;uuml;rfen diese sich dann r&amp;uuml;ckw&amp;auml;rts kriechend aus dem Gesichtsfeld des Gro&amp;szlig;m&amp;ouml;genden entfernen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zelte und zitternde Knie: Der Gro&amp;szlig;khan h&amp;auml;lt Hof&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Gut, es war kein Zelt, sondern Trumps Golfklub auf schottischem - europ&amp;auml;ischem! - Boden, und nicht Tribute, sondern Z&amp;ouml;lle wurden verhandelt. Aber die Szene &amp;auml;hnelte schon sehr den Ritualen, mit denen einst Reiterv&amp;ouml;lker des Ostens - Hunnen, Chasaren, Mongolen, Tataren - die Unterwerfung der &amp;uuml;berrannten europ&amp;auml;ischen St&amp;auml;mme und F&amp;uuml;rstent&amp;uuml;mer zelebrierten.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist eine Symbolik der Erniedrigung. Der amerikanische Potentat kommt nach Europa, aber nicht zu einer Arbeitsreise, um etwa die europ&amp;auml;ischen Kollegen in ihren Amtssitzen zu Verhandlungen zu treffen. Nein, er besucht seine&amp;#160;L&amp;auml;ndereien und gibt sich seinen hochherrlichen Vergn&amp;uuml;gungen - Golf - hin. Die Pr&amp;auml;sidentin der Europ&amp;auml;ischen Kommission - Vertreterin von 27 souver&amp;auml;nen Nationen - l&amp;auml;sst er zu sich rufen und verk&amp;uuml;ndet ihr zwischen zwei Golfrunden, welchem Deal sie zuzustimmen und welchen Tribut sie k&amp;uuml;nftig zu entrichten hat. Dann darf sie wieder nach Br&amp;uuml;ssel zur&amp;uuml;ck und kann noch froh sein, dass alles so glimpflich abgelaufen ist.&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Vom-Ducken-und-Buecken-Europa-verhandelt-mit-Amerika-229.html#extended&quot;&gt;&quot;Vom Ducken und Bücken - Europa verhandelt mit Amerika&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 07 Aug 2025 15:43:00 +0200</pubDate>
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    <title>Disruption: Von Krisen und Chancen </title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Disruption-Von-Krisen-und-Chancen-228.html</link>
            <category>Staat und Nation</category>
            <category>Welt-Ordnung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 13. Februar 2025&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unversehens stecken wir bis zum Hals in der Krise. Die Ampel-Regierung ist auseinandergebrochen, ohne dass irgendeines unserer Probleme auf einem guten Wege w&amp;auml;re, und Neuwahlen bremsen nicht nur alle laufenden Projekte aus; sie verhei&amp;szlig;en auch nichts Gutes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den USA ist tats&amp;auml;chlich Donald Trump noch einmal gew&amp;auml;hlt worden, und wir verstehen: Der Trumpismus ist kein Unfall der Geschichte; er ist eine Revolution. Die wie seinerzeit die franz&amp;ouml;sische die weitere Welt mitumst&amp;uuml;rzen k&amp;ouml;nnte, vor allem aber das alte, das alternde Europa.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Disruption nennen das die Tech-J&amp;uuml;nger vom Schlage eines Elon Musk gerne, und genau das ist es. &lt;em&gt;Disrumpere&lt;/em&gt; bedeutet &amp;ldquo;zerbrechen&amp;rdquo;, und ja, hier geht etwas in Scherben: die Welt der akademisch-wissenschaftlich gepr&amp;auml;gten b&amp;uuml;rgerlichen Leitklasse verschiedener Kul&amp;ouml;r; in Deutschland ist das die Welt der ZEIT-, FAZ- und Taz-Leser. Eine Welt, der Bildung, Recht und in der Demokratie institutionalisierte Friedfertigkeit als zentrale Kulturg&amp;uuml;ter gelten, und die auf Geld und B&amp;uuml;chern aufbaut. Diese alte B&amp;uuml;rgerherrlichkeit ist vermutlich nicht zu retten. Was an ihre Stelle treten wird, wissen wir nicht.&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Disruption-Von-Krisen-und-Chancen-228.html#extended&quot;&gt;&quot;Disruption: Von Krisen und Chancen &quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 13 Feb 2025 15:23:00 +0100</pubDate>
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    <category>aggression</category>
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    <title>Deutschland braucht die echte Zeitenwende: Wie man Mittelmaß überwindet</title>
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            <category>Staat und Nation</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 23. Oktober 2024&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deutschland ist nicht mehr t&amp;uuml;chtig zur Zukunft, scheint es. Allenthalben erhebt sich Klage &amp;uuml;ber marode Zust&amp;auml;nde, &amp;uuml;ber fehlende Dynamik, &amp;uuml;ber phantasielose Durchwurstelei. Die Autoindustrie, die Altengesellschaft, die Au&amp;szlig;enpolitik; die Bahn, die B&amp;uuml;rokratie, die Bundeswehr &amp;hellip; Von A bis Z lie&amp;szlig;e sich in Schlagworten durchbuchstabieren, wo alles sich Abgr&amp;uuml;nde der Unt&amp;uuml;chtigkeit im Lande auftun. Dabei, das ist unsere &amp;Uuml;berzeugung, braucht Europa ein dynamisches Deutschland; braucht die Welt ein dynamisches Europa. Da Jammern aber auch kein Ausweis von T&amp;uuml;chtigkeit ist, wollen wir das Problem analytisch angehen.&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mittelm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit - ein gesellschaftliches Ph&amp;auml;nomen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wir sollten noch einmal &amp;uuml;ber die Mittelm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit reden. Vor einiger Zeit haben wir die &lt;a href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Wider-die-Mittelmaessigkeit-in-der-Politik-213.html&quot;&gt;Mittelm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit ja schon bei deutschen Politikern &lt;/a&gt;verordnet; heute gestehen wir ein, dass das Problem auch bei uns liegt, bei uns allen. Denn es ist sehr schwer, nicht mittelm&amp;auml;&amp;szlig;ig zu handeln, wenn die ganze Gesellschaft mittelm&amp;auml;&amp;szlig;ig ist.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Dem einzelnen Menschen m&amp;ouml;gen mancherlei pers&amp;ouml;nliche Ziele, Zwecke, Hoffnungen, Aussichten vor Augen schweben, aus denen er den Impuls zu hoher Anstrengung und T&amp;auml;tigkeit sch&amp;ouml;pft; wenn das Unpers&amp;ouml;nliche um ihn her, die Zeit selbst der Hoffnungen und Aussichten bei aller &amp;auml;u&amp;szlig;eren Regsamkeit im Grunde entbehrt, wenn sie sich ihm als hoffnungslos, aussichtslos und ratlos heimlich zu erkennen gibt und der bewusst oder unbewusst gestellten Frage nach einem letzten, mehr als pers&amp;ouml;nlichen, unbedingten Sinn aller Anstrengung und T&amp;auml;tigkeit ein hohles Schweigen entgegensetzt, so wird gerade in F&amp;auml;llen redlicheren Menschentums eine gewisse l&amp;auml;hmende Wirkung solchen Sachverhalts fast unausbleiblich sein&amp;hellip;&amp;rdquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Thomas Mann, Der Zauberberg&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Anders formuliert: Ist die gesellschaftliche Umgebung mittelm&amp;auml;&amp;szlig;ig, bleibt es der Einzelne oder die Einzelne auch. &lt;strong&gt;Die Zeit, in der man lebt, muss einem Antworten auf die Frage &amp;ldquo;wozu sich strebend abm&amp;uuml;hen?&amp;rdquo; geben&lt;/strong&gt; - allein findet man diese Antworten kaum und wird sich nicht mit aller Kraft Gro&amp;szlig;em zuwenden k&amp;ouml;nnen, also Dingen, die nicht nur einem selbst, der Familie, der Firma oder den Kunden zugute kommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn das stimmt, ist eine entscheidende Frage: Was macht eine Zeit zu einer mittelm&amp;auml;&amp;szlig;igen? Und noch wichtiger: Wie &amp;uuml;berwindet eine Gesellschaft die Mittelm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit ihrer Zeit? &lt;strong&gt;Was muss geschehen, damit eine Gesellschaft in Bewegung kommt, sich Ziele setzt, auf die alle ihre gro&amp;szlig;e Hoffnung und viele ihre besten Kr&amp;auml;fte verwenden k&amp;ouml;nnen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Deutschland-braucht-die-echte-Zeitenwende-Wie-man-Mittelmass-ueberwindet-227.html#extended&quot;&gt;&quot;Deutschland braucht die echte Zeitenwende: Wie man Mittelmaß überwindet&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 23 Oct 2024 17:23:00 +0200</pubDate>
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    <title>Europawahlen und die Neue Soziale Frage</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Europawahlen-und-die-Neue-Soziale-Frage-226.html</link>
            <category>Europäische Union</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-top: 17px;&quot;&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 9. Juli 2024&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-top: 17px;&quot;&gt;Die Wahlen zum europ&amp;auml;ischen Parlament sind vorbei, und der Weltuntergang hat nicht stattgefunden. Zwar haben sogenannte &amp;bdquo;rechte&amp;ldquo;&amp;#160;Parteien in der V&amp;ouml;lkerversammlung k&amp;uuml;nftig mehr Stimmen als bisher, aber von einem Durchmarsch zur Macht kann nach wie vor keine Rede sein. Die wirklichen Wahlgewinner sind die europ&amp;auml;ischen Christdemokraten, an denen auch k&amp;uuml;nftig niemand vorbeikommt, der in der EU etwas gestalten will. Die Alternativen f&amp;uuml;r Deutschland jedenfalls sind k&amp;uuml;nftig in Br&amp;uuml;ssel noch bedeutungsloser als in den vergangenen Jahren, sofern es ihnen nicht doch noch gelingt, sich bei Marine Le Pen vom franz&amp;ouml;sischen Rassemblement National wieder einzubetteln. Selbst den franz&amp;ouml;sischen Kollegen war vor der Wahl ja der Geifer der Menschenhasser, SS-Versteher und China-K&amp;auml;uflinge von &lt;em&gt;Outre-Rhin&lt;/em&gt; zu viel geworden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Arschloch-Problem der Rechten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sagen wir es deutlich: Die AfD wird nie einer deutschen Regierung oder europ&amp;auml;ischen Parlamentsmehrheit angeh&amp;ouml;ren, solange sie es nicht schafft, ihr Arschloch-Problem in den Griff zu bekommen. Da gibt es Leute, die Menschen, die anders sind als sie selbst, so sehr hassen, dass sie sie deportieren&amp;#160;oder erschie&amp;szlig;en m&amp;ouml;chten, alternativ auch ertrinken lassen wollen. Da gibt es Figuren, die derart von einem krankhaften Antiamerikanismus befallen sind, dass sie bereit w&amp;auml;ren, ihr eigenes Land an Diktatoren in Russland oder China zu verraten, nur damit &amp;bdquo;die Amerikaner&amp;rdquo; sich &amp;auml;rgern. Und es gibt anscheinend Gestalten, die dar&amp;uuml;ber hinaus auch noch die Hand aufhalten, um sich ihren Landesverrat mit 30 Silberlingen entgelten zu lassen. Liebe alternative Patrioten, wenn ihr jemals eine Machtoption haben wollt, m&amp;uuml;sst ihr diese, sagen wir, sittlich auff&amp;auml;lligen Kameraden in die W&amp;uuml;ste des Vergessens schicken. &amp;#160;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Europawahlen-und-die-Neue-Soziale-Frage-226.html#extended&quot;&gt;&quot;Europawahlen und die Neue Soziale Frage&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 09 Jul 2024 16:34:00 +0200</pubDate>
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</item>
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    <title>Z wie Zukunft </title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Z-wie-Zukunft-225.html</link>
            <category>Staat und Nation</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 23. April 2024&amp;#160;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deutschland und Europa finden derzeit keinen Frieden mit sich. Die Kriege im Osten und S&amp;uuml;den k&amp;ouml;nnen wir nicht beenden, und auch im Innern riecht es nach Gewalt, wenn Politiker physisch angegriffen werden und Teile der Gesellschaft sich in Identit&amp;auml;ts- und Interessenklubs sortieren, die einander keinerlei Respekt entgegenbringen m&amp;ouml;chten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Etwas ist im Niedergang begriffen, so empfinden es viele. Wenn man nachsinnt, versteht man auch, was: &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Wir&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; sind im Niedergang begriffen, wir Menschen, jedenfalls diejenigen von uns, die die erste Lebensh&amp;auml;lfte hinter sich haben. Und das sind viele in Deutschland.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Menschenwelt, die den Fortschritt braucht, um Bestand zu haben, ist das ein Problem. Wie realistisch ist es, von Menschen im Niedergang Lust auf Zukunft zu erwarten? Und so greinen wir, schimpfen wir, fluchen wir, w&amp;auml;hrend das Rad der Zeit weiter seine Spur zieht. Aber wir m&amp;ouml;gen uns gegen die rotierenden Speichen stemmen, wie wir wollen: Wir hemmen diesen Lauf nicht und werden zermahlen, wenn wir dem Schicksal in die Bahn stolpern. Wobei: Zermahlen werden wir sowieso. Entschuldigen Sie das melancholische Geraune: Wenn alternde Menschen in die Zukunft blicken, sehen sie in eine Richtung, in der sie Dunkles vermuten.&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Z-wie-Zukunft-225.html#extended&quot;&gt;&quot;Z wie Zukunft &quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 23 Apr 2024 17:00:00 +0200</pubDate>
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<category>politische kultur</category>
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<item>
    <title>Der nahe Nahe Osten</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Der-nahe-Nahe-Osten-224.html</link>
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            <category>Staat und Nation</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 15. November 2023&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kriege im Heiligen Land haben uns selten kalt gelassen hier im Land der Kreuzfahrer, Weltanschauungsritter und Glaubensbekenner. So auch dieses Mal, da wir Zeugen ganz besonders unheiliger Massenmorde an israelischen Familien und ganz besonders unbarmherziger Gegenschl&amp;auml;ge auf die Wohnorte pal&amp;auml;stinensischer Familien wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und ganz gleich welche Wendung das entsetzliche Geschehen auch nehmen mag - die Reflexe vieler deutscher Konfessionskrieger funktionieren. Nicht Wege aus der Krise werden gesucht; nein, worauf es ankommt, ist auszudiskutieren, wer hier Schuld hat; wo die Guten und wo die B&amp;ouml;sen sind. Und am wichtigsten nat&amp;uuml;rlich: sich selbst zur Seite der Reinen zu bekennen - nicht um ihnen zu helfen, sondern um des eigenen Seelenheils willen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber nicht den seltsamen Windungen deutschen Gem&amp;uuml;ts nachzusp&amp;uuml;ren treten wir hier an, und auch die Frage, ob Israel-Kritiker &amp;ldquo;Antisemiten&amp;rdquo;, oder ob Kritiker der Hamas-M&amp;ouml;rderbanden &amp;ldquo;postkoloniale Rassisten&amp;rdquo; sind, interessiert uns nicht die Bohne. Was uns dagegen umtreibt, ist die Sicherheit von Menschen - in Deutschland und der weiteren Welt. Und f&amp;uuml;r diese Sicherheit ist die Frage sehr von Belang, wie wir mit M&amp;ouml;rdern, M&amp;ouml;rderfreunden und M&amp;ouml;rderverstehern umgehen wollen &amp;mdash; und genauso mit Opfern und mit Menschen, die sich ihnen verbunden f&amp;uuml;hlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber beginnen wir mit ein paar &amp;Uuml;berlegungen. Drei Fragen wollen wir kl&amp;auml;ren: &lt;strong&gt;Was darf man in einer zivilisierten Gesellschaft, wenn man angegriffen wird, und was darf man nicht? Warum gibt es in Deutschland, also au&amp;szlig;erhalb der Krisenregion, so heftige Debatten und Reaktionen? Woran k&amp;ouml;nnen wir uns halten, wenn wir den Frieden in unserer eigenen Gesellschaft bewahren wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Der-nahe-Nahe-Osten-224.html#extended&quot;&gt;&quot;Der nahe Nahe Osten&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 15 Nov 2023 15:07:00 +0100</pubDate>
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    <category>deutsche nation</category>
<category>frieden</category>
<category>globalisierung</category>
<category>identität</category>
<category>integration</category>
<category>israel</category>
<category>palästina</category>
<category>pluralismus</category>
<category>werte</category>

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    <title>Gruppenzwänge – Von Identität und Respekt in unübersichtlichen Zeiten </title>
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            <category>Staat und Nation</category>
            <category>Weltweisheit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 1. August 2023&amp;#160;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Die Zeiten sind turbulent: Krieg in Europa, Klimawandel &amp;uuml;berall, Kabbeleien um Heizungen, Einwanderer, Gendersprache und was nicht noch alles. Und ganz viel Identit&amp;auml;t: Es wimmelt nur so von bekennenden Veganern, Bayern, LGBTQ+-Menschen, Patrioten, PoC, Schalke-Fans, Linken, Leistungstr&amp;auml;gern und AWIs (Anders-Wichtigen). Identit&amp;auml;t ist prima, jeder sollte eine haben, oder am besten gleich mehrere; aber die st&amp;auml;ndige Bekennerei kann einem auch auf die Nerven gehen.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h2 style=&quot;margin-bottom: 11px;&quot;&gt;Gruppenidentit&amp;auml;t: Status-Booster f&amp;uuml;r die gesellschaftliche Kommunikation&lt;/h2&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Vielleicht ist sie Symptom zweier gesellschaftlicher Tatsachen: Unsere Gesellschaft ist, erstens, so heterogen geworden, so vielf&amp;auml;ltig und un&amp;uuml;bersichtlich, dass viele Menschen anscheinend das Bed&amp;uuml;rfnis haben, sich ihrer Zugeh&amp;ouml;rigkeit zu einer Gruppe zu versichern, von der sie sich Unterst&amp;uuml;tzung oder gar Schutz versprechen und die ihnen einen &amp;ndash; hoffentlich &amp;ndash; gesicherten Status verleiht. Besonders wichtig ist das f&amp;uuml;r Menschen, die schon einmal Diskriminierung erfahren haben.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Gleichzeitig zeigt, zweitens, die Konjunktur der Bekenntnisse noch etwas anderes: Es gibt ein ungebrochenes Zutrauen in die Sinnhaftigkeit des Gespr&amp;auml;chs mit Menschen, die anders sind als man selbst. Denn in einer freiheitlichen Gesellschaft ist ein identit&amp;auml;res Bekenntnis meist auch ein Versuch, sich anderen zu erkl&amp;auml;ren und um Respekt f&amp;uuml;r sich zu werben. &amp;bdquo;Ich bin Eichh&amp;ouml;rnchenschutzaktivist, und das ist gut so &amp;ndash; respektiere mich also.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Gruppenzwaenge-Von-Identitaet-und-Respekt-in-unuebersichtlichen-Zeiten-223.html#extended&quot;&gt;&quot;Gruppenzwänge – Von Identität und Respekt in unübersichtlichen Zeiten &quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 01 Aug 2023 17:15:00 +0200</pubDate>
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    <category>anerkennung</category>
<category>bürgerrechte</category>
<category>freiheit</category>
<category>gemeinschaft</category>
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    <title>Von Reichen, Ränken und Republiken: Jahrestage 2023</title>
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            <category>Geschichte</category>
            <category>Welt-Ordnung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 10. Mai 2023&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Wenn &lt;em&gt;Geschichte&lt;/em&gt; das w&amp;auml;re, was &lt;em&gt;geschehen&lt;/em&gt; ist, w&amp;auml;re die Besch&amp;auml;ftigung mit ihr sinnlos, denn um ein Jahrhundert mit allem, was darin geschehen ist, nachzuvollziehen, br&amp;auml;uchte es &amp;ndash; genau: ein Jahrhundert und mehrere Milliarden Chronisten. Nein, Geschichte ist viel weniger und viel mehr: Geschichte ist das, was wir &amp;uuml;ber Ereignisse &lt;em&gt;erz&amp;auml;hlen&lt;/em&gt;, von denen wir &lt;em&gt;glauben&lt;/em&gt;, dass sie geschehen sind; in einer Form und Formulierung, die einen solchen Sinn ergeben, der uns &lt;em&gt;Orientierung&lt;/em&gt; in unserer eigenen Zeit zu geben vermag. Oder k&amp;uuml;rzer: Geschichte besteht aus einer Reihe guter Geschichten. Ein paar davon wollen wir heute mal wieder anrei&amp;szlig;en.&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h3 style=&quot;margin-bottom: 11px;&quot;&gt;20 Geschichten aus der Vergangenheit &amp;uuml;ber unsere Zeit&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/h3&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;strong&gt;Vor 4050 Jahren wurde Ibbi-Sin K&amp;ouml;nig von Ur in Mesopotamien.&lt;/strong&gt; Unter seiner Regierung ging das Stadtreich in einer Kombination aus Wirtschaftskrise und &amp;auml;u&amp;szlig;eren Angriffen unter &amp;ndash; ein Vorgang, der sich seither unz&amp;auml;hlige Male wiederholt hat. K&amp;ouml;nigreiche, Imperien, Republiken &amp;ndash; sie k&amp;ouml;nnen einfach verschwinden, wenn ihre Bev&amp;ouml;lkerung in Krisenzeiten, die es immer einmal gibt, nicht entschlossen genug oder nicht klug genug handelt. Die Stadt Ur existierte weiter, aber ihre Macht und ihre Selbst&amp;auml;ndigkeit waren dahin. In einer alterstr&amp;auml;gen Senioren-Republik wie der unseren lohnt es sich, das festzuhalten: Nichts zu tun, ist keine Option, wenn anderswo auf dem Kontinent Kriege und Krisen um sich greifen. &lt;em&gt;(2028 vor Christus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;strong&gt;Vor 2550 Jahren starb Peisistratos, Tyrann von Athen.&lt;/strong&gt; Die Stadt ist nicht immer eine Demokratie gewesen. Im sechsten Jahrhundert vor Christus stritten sich die &amp;ouml;rtlichen Adelsfamilien um die Macht; dem Adel insgesamt standen verarmte B&amp;uuml;rger in politischer Feindschaft gegen&amp;uuml;ber. Eine ideale Situation f&amp;uuml;r einen B&amp;uuml;rgerkrieg &amp;ndash; oder f&amp;uuml;r einen Tyrannen. Peisistratos versuchte zweimal durch politische R&amp;auml;nke die Macht in Athen zu erringen &amp;ndash; vergeblich. Er wurde verjagt, machte im Exil ein Verm&amp;ouml;gen, mit dem er eine S&amp;ouml;ldnertruppe finanzierte, und eroberte sich die Stadt schlie&amp;szlig;lich mit Gewalt. Als Tyrann hielt er die gesellschaftlichen Konflikte im Zaum &amp;ndash; durch Gewalt und mit Geld. Die Wirtschaft bl&amp;uuml;hte auf und ebenso die Kultur. Peisistratos ist das Urbild des ideologischen Klischees vom guten Diktator, der die alten Eliten an die Kandare nimmt, Geld an das normale Volk verteilt und die Wirtschaft ankurbelt. &amp;#160;Das, wovon die Fans von Donald Trump tr&amp;auml;umen. &lt;em&gt;(528 vor Christus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Von-Reichen,-Raenken-und-Republiken-Jahrestage-2023-222.html#extended&quot;&gt;&quot;Von Reichen, Ränken und Republiken: Jahrestage 2023&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 10 May 2023 15:00:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche geschichte</category>
<category>diktatur</category>
<category>europa</category>
<category>geist und macht</category>
<category>hegemonie</category>
<category>imperium</category>
<category>isolationismus</category>
<category>politische ideen</category>
<category>reform</category>
<category>staatskunst</category>

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    <title>Der üble Atem der Globalisierung</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Der-ueble-Atem-der-Globalisierung-221.html</link>
            <category>Welt-Ordnung</category>
            <category>Weltweisheit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 14. M&amp;auml;rz 2023&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Das Jahr ist schon drei Monate alt, und unsere Welt will nicht wieder heil werden. Dabei nehmen wir an ihren Problemen doch so sehr Anteil, also innerlich, so vom Sofa aus. Wir lesen Nachrichten, betrachten Videos, belauschen Gespr&amp;auml;che, erw&amp;auml;gen Meinungen; mit all unseren Sinnen bem&amp;uuml;hen wir uns, die Wirklichkeit, die uns umgibt und deren Teil wir sind, &amp;uuml;ber mediale Kan&amp;auml;le aufzunehmen, einzusaugen &amp;ndash; in der Vermutung, sie h&amp;auml;tte f&amp;uuml;r uns Bedeutung, und wir f&amp;uuml;r sie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann fragen wir uns, wor&amp;uuml;ber uns aufzuregen sich wohl am ehesten lohnen k&amp;ouml;nnte. Wir kramen ein wenig in unserem Vorwissen, erg&amp;ouml;tzen uns bescheiden an unseren Altmeinungen und beleuchten das Ganze mit unseren Vorurteilen &amp;ndash; und dann wird uns schlagartig klar: Wir haben das alles so satt, dass allein der Gedanke, uns dar&amp;uuml;ber noch einmal aufregen zu sollen, so inspirierend erscheint wie der Vorsatz, die Dokumente der letzten f&amp;uuml;nf Steuererkl&amp;auml;rungen endlich wegzusortieren. Denn was gibt es da nicht alles zu sortieren:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Da ist der Krieg gegen die Ukraine, der narzisstische Banden-Chef im Kreml und sein gr&amp;uuml;ndlich verhetztes Volk&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;seine dumpfbackigen Immer-noch-Versteher hier im alten Land der Richter und Henker, die ihre Herrenmenschenfantasien auf den kleinen Ex-KGB-Zaren projizieren und die die Entr&amp;uuml;stung des russischen Herrenvolkes verstehen, wenn kleine Nicht-Herrenv&amp;ouml;lker es wagen, sich seiner Einflusssph&amp;auml;re zu entziehen&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die Ego- und die Angst-Pazifisten, die die Menschen in der Ukraine opfern wollen, um selbst ruhiger schlafen zu k&amp;ouml;nnen und von denen einige dabei noch die Chuzpe haben, Jesus von Nazareth als Referenz f&amp;uuml;r ihre Feigheit anzuf&amp;uuml;hren. (Liebe christliche Pazifisten: Jesus hat sich selbst geopfert, nicht seine Mitmenschen.)&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die &amp;bdquo;Aber-die-Amerikaner&amp;ldquo;-Guerrilleros, die hinter allen &amp;Uuml;beln der Welt den US-Kapitalismus wissen, das Land von Bismarck und Marx endlich vom Einfluss der Yankees befreien wollen und daf&amp;uuml;r vor jedem Zaren kriechen w&amp;uuml;rden. 80 Jahre nach dem Scheitern der Ardennen-Offensive und 25 Jahre nach dem Zusammenbruch des antikapitalistischen Deutschland ist es ja auch wohl an der Zeit alte Scharten auszuwetzen, nicht wahr, Kameraden und GenossInnen?&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die Feingeister, die auch nach einem halben Jahrhundert Medienerziehung in deutschen Schulen noch nicht gelernt haben, seri&amp;ouml;se von unseri&amp;ouml;sen Nachrichtenquellen zu unterscheiden und deshalb in orientierungsloser Gedankenarmut den Satz nachplappern, das erste Opfer des Krieges sei die Wahrheit; ein Satz, der immer d&amp;uuml;mmer wirkt, je l&amp;auml;nger man &amp;uuml;ber ihn nachdenkt, dabei aber als Vorwand taugt, sich keine Meinung zu bilden und sich um eine Unterst&amp;uuml;tzung der wirklichen Opfer herumzudr&amp;uuml;cken&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Der-ueble-Atem-der-Globalisierung-221.html#extended&quot;&gt;&quot;Der üble Atem der Globalisierung&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 14 Mar 2023 15:35:00 +0100</pubDate>
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    <category>deutsche nation</category>
<category>globalisierung</category>
<category>russland</category>
<category>ukraine</category>
<category>weltordnung</category>

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    <title>Europa im Feuer</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Europa-im-Feuer-220.html</link>
            <category>Russland und Osteuropa</category>
            <category>Welt-Ordnung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 12. Oktober 2021&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kriege sind Wegweiser in die Zukunft. Wenn gesellschaftliche und politische Gegensätze sich derart zu einem Gemisch unvereinbarer Interessen verdichtet haben, dass ein vielleicht nur zufälliger Funke zur Explosion führt, entsteht ein Fanal, das gleichzeitig Licht auf die Vergangenheit und die Zukunft wirft. Jeder Krieg ist ein verdammendes Urteil über die Epoche, die zu ihm hinführte, und doch auch eine in die Zukunft weisende Offenbarung – von Fehlentwicklungen nämlich, die wir überwinden müssen, wenn die Zukunft besser sein soll.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wegzeichen kann er allerdings nur für die werden, deren Distanz zum Feuer so groß ist, dass sie nicht darin umkommen. Aus einer Geschichte lernen kann immer nur, &lt;a href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Waterloo-oder-Das-Ende-der-Geschichte-147.html&quot;&gt;wer sie überlebt&lt;/a&gt;. Wer so weit vom Schuss ist wie wir Deutschen, hat aber keine Entschuldigung dafür, das Lernen zu verweigern.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Haben Sie eine Viertelstunde Zeit? Dann können wir uns ein paar Entwicklungen anschauen, die das nächste Vierteljahrhundert prägen könnten – wenn wir uns dumm anstellen, feige den Kopf in den Sand stecken oder einfach Pech haben.&amp;#160;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Was sagt uns dieser Krieg über das Europa von heute?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Europa ist aus dem Gleichgewicht – mal wieder. Vor einiger Zeit haben wir uns &lt;a href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Europa-und-die-Morgenroete-214.html&quot;&gt;die europäische Kultur erklärt&lt;/a&gt; als das charakteristische Nebeneinander einiger scheinbar unvereinbarer Haltungen, als eine Struktur aus typischen Gegensatzpaaren:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Individualismus&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Gemeinschaftsorientierung&lt;/em&gt;&amp;#160;&amp;#160;&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Fortschrittsglaube&lt;/em&gt; und&lt;em&gt; Liebe zur Tradition&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&amp;#160;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;ökonomistische Effizienzorientierung&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Kulturbewusstsein&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;Rationalismus&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Respekt vor der Fülle der menschlichen Persönlichkeit&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
	&amp;#160;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Für die politische Ebene sollte man noch die Spannung zwischen territorial übergreifender &lt;em&gt;Reichsorientierung&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;regionaler Selbstbehauptung&lt;/em&gt; ergänzen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Immer wenn diese Gegensätze sich in Balance befinden, ist Europa Vorbild der ganzen Welt; immer wenn nicht, ist Europa auf dem Weg in ein typisch europäisches Desaster.&amp;#160;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also dann: Zu sagen, dass hier derzeit einiges im Argen liege, wäre der Euphemismus des Jahres. Auf drei Ebenen ist Europa ins Kippen geraten:&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Europa-im-Feuer-220.html#extended&quot;&gt;&quot;Europa im Feuer&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 12 Oct 2022 12:54:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.reichsfrei.de/eintrag/guid-220.html</guid>
    <category>europa</category>
<category>fortschritt</category>
<category>imperialismus</category>
<category>imperium</category>
<category>kultur</category>
<category>nation</category>
<category>nationalismus</category>
<category>politische kultur</category>
<category>werte</category>

</item>
<item>
    <title>Im Krieg - Kolonialherren, Freiheitskämpfer und Angsthasen</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Im-Krieg-Kolonialherren,-Freiheitskaempfer-und-Angsthasen-219.html</link>
            <category>Russland und Osteuropa</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 21. Juli 2022&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir müssen über den großen Krieg in Europa reden und über Deutschlands Rolle darin. Dieser Krieg ist der mittlerweile fünfte, den die letzte große Kolonialmacht Europas, Russland, führt, um ihr altes Imperium zu behaupten – ein Reich, das einstmals bis Berlin-Mitte reichte. Aber anders als die zwei Kriege in Tschetschenien, der Krieg gegen Georgien und der erste Ukraine-Krieg 2014 zieht dieser Krieg die halbe Welt in Mitleidenschaft: Die europäische Friedensordnung ist in ihrem Kern bedroht, Energiepreise steigen in ungeahnte Höhen und weltweit wird das Getreide knapp.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Krieg wird uns auf verschiedene Weise erzählt: als Kampf zweier Imperien um Macht und Einfluss (der altlinke und altrechte &lt;em&gt;spin&lt;/em&gt; – als wäre „der Westen“ etwas anderes als eine &lt;a href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Don-Quijote-in-Moskau,-oder-Den-Westen-gibt-es-nicht-127.html&quot;&gt;chaotische Ansammlung von Nationalstaaten&lt;/a&gt;); als Streit für eine mystische allrussische Einheit aller Ostslawen (der kitschige Dünnpfiff russischer Nationalideologen); als antifaschistisch motivierte Neuauflage des Großen Vaterländischen Krieges (die absurdeste Form russischer Volksverdummung seit dem Personenkult um Stalin); als Fortsetzung des Kampfes für Freiheit gegen östliche Barbarei (die x-te Wiederbelebung des uralten Perser-und-Hunnen-Traumas).&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An all diesen Beschreibungen ist ein klein wenig dran, logischerweise: Denn selbst haarsträubendste Behauptungen wirken in irgendeiner Weise auf das Bewusstsein der Menschen und damit auf die Wirklichkeit des Krieges zurück. Und wenn auch nur ein einziger russischer Soldat glaubt, für die allrussische Einheit zu kämpfen, dann ist dieser Krieg &lt;em&gt;für ihn&lt;/em&gt; tatsächlich ein Krieg für die allrussische Einheit.&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Im-Krieg-Kolonialherren,-Freiheitskaempfer-und-Angsthasen-219.html#extended&quot;&gt;&quot;Im Krieg - Kolonialherren, Freiheitskämpfer und Angsthasen&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 21 Jul 2022 11:00:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche außenpolitik</category>
<category>imperialismus</category>
<category>imperium</category>
<category>krieg</category>
<category>russland</category>
<category>ukraine</category>

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    <title>Vom Kriege</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Vom-Kriege-218.html</link>
            <category>Welt-Ordnung</category>
            <category>Weltweisheit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 11. April 2022&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um zu verstehen, dass der Krieg furchtbar ist, brauchen wir Clausewitz nicht. Dazu müssen wir nur unsere Familienerinnerungen befragen. Zwar reichen unsere Wurzeln in viele verschiedene Regionen der Erde – aber egal, aus welcher Richtung wir oder unsere Vorfahren einst den Weg nach Mitteleuropa gefunden haben, vom Krieg haben alle unsere Familien mehr erfahren, als uns lieb sein kann. Ob Warschau 1939, Schlesien 1945, Budapest 1956, der Libanon 1975, Kurdistan 1984, Bosnien 1993, Kosovo 1998 oder Syrien 2011 – unsere Familiengeschichten erinnern an Kampf und Flucht, an Gewalt und Tod, an Mord und Misshandlung, an Hass und Verzweiflung, an Angst und Verlust, zum Glück auch an Tatkraft und Mut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn Betroffenheit und Erschütterung ausreichen würden, den Krieg so weit zu verstehen, dass wir ihn beenden oder gar verhindern können, dann gäbe es ihn längst nicht mehr. Davon aber kann keine Rede sein, und so stößt uns unsere Fassungslosigkeit angesichts des russischen Mordanschlags auf die Ukraine, angesichts des Mordens und des notwendigen Widertötens, auf unsere Ratlosigkeit: Was in aller Welt geschieht hier?&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Vom-Kriege-218.html#extended&quot;&gt;&quot;Vom Kriege&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Mon, 11 Apr 2022 17:27:00 +0200</pubDate>
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    <category>krieg</category>
<category>russland</category>
<category>ukraine</category>

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    <title>Krieg in der Ukraine</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Krieg-in-der-Ukraine-217.html</link>
            <category>Russland und Osteuropa</category>
            <category>Welt-Ordnung</category>
            <category>Weltweisheit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, im März 2022&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Und auf einmal war Krieg …“ So wird es in dreißig Jahren in den Besinnungsaufsätzen stehen, die zum Gedenken an Putins Überfall auf die Ukraine zu lesen sein werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.“ Dies legte sich dreißig Jahre nach einem anderen Krieg Johann Wolfgang Goethe selbst in den Mund; Goethe hatte 1792 erlebt, wie der Versuch, die französische Revolution auf preußische und hessische Bajonette zu spießen, im Schlamm und Kanonendonner der Schlacht von Valmy scheiterte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ja, der Krieg in der Ukraine, der viele Deutsche so überrascht hat, ist geeignet, eine neue Epoche der Weltgeschichte nicht nur zu markieren, sondern tatsächlich zu begründen. Er beendet die Epoche der hegemonialen Demokratie, die im November 1989 begonnen hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit damals hatten die Staaten, die sich einem demokratischen Lager zugehörig fühlten, die Welt dominiert: politisch durch die Stärkung einer an Dialog und Zusammenarbeit orientierten sogenannten internationalen Rechtsordnung; ökonomisch durch den Erfolg global ausgerichteter liberaler Marktwirtschaften; kulturell durch eine konsumorientierte und digital instrumentierte nordamerikanisch-europäisch-pazifische Alltagskultur; militärisch durch die technologisch und ökonomisch begründete Übermacht des US-Militärs.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kriege und Krisen hatte es auch in dieser Epoche immer gegeben, aber Wirtschaftskrisen hatten die etablierten Demokratien in der Regel besser überstanden als andere Länder, und Kriege waren fast nur in anderen Weltregionen geführt worden. Tatsächlich hatte es seit dem Überfall Argentiniens auf die britischen Falkland-Inseln 1982 keinen einzigen kriegerischen Angriff eines äußeren Gegners auf die Souveränität und territoriale Integrität eines demokratischen Landes gegeben. Russlands Interventionen in Georgien 2008 und der Ukraine 2014 waren skrupellos, trugen aber eher den Charakter gewaltsamer Einmischung in innere Konflikte dieser Länder, die als Demokratien damals außerdem nicht ganz für voll genommen wurden; auch verlief die Annexion der Krim ohne Kampf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So kam es, dass viele Menschen in den sich als zivilisatorisch fortschrittlich betrachtenden Weltregionen zu der Auffassung gelangten, Kriege seien Erscheinungen der Vergangenheit: Wie Faxgeräte oder Kassettenrekorder waren sie in einigen rückständigen Regionen der Erde tatsächlich noch zu sehen, würden wie jene aber irgendwann von selbst verschwinden. Jedenfalls dann, wenn demokratische Staaten nicht den Fehler machten, Waffen in diese Regionen zu liefern oder sich gar selbst in diese Konflikte hineinziehen zu lassen. Die Hegemonie der Demokratien führte zuweilen zu einer absurden Selbstüberschätzung von Demokraten: &lt;em&gt;&quot;Die nicht-demokratischen („nicht-westlichen“) Länder sind so unfähig, die könnten nicht mal ihre Kriege führen, wenn wir ihnen keine Waffen dazu verkauften – oder ihnen beim Schießen nicht hälfen.&quot;&lt;/em&gt; Den Weltfrieden zu erreichen, schien aus dieser Perspektive so einfach: Handel treiben, außer mit Waffen – die Anderen durch gutes Zureden („Dialog“) zu zivilisierten Menschen erziehen – und immer friedfertig bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das hat nicht geklappt.&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Krieg-in-der-Ukraine-217.html#extended&quot;&gt;&quot;Krieg in der Ukraine&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sat, 19 Mar 2022 10:35:00 +0100</pubDate>
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    <category>demokratie</category>
<category>politische kultur</category>
<category>russland</category>
<category>ukraine</category>
<category>weltordnung</category>

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    <title>Russland und die Deutschen, oder „Der Bär will doch nur spielen!“</title>
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            <category>Russland und Osteuropa</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 28. Januar 2022&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Ukraine droht Krieg. Nein: In der Ukraine droht Russland. Und zwar uns allen. Über 100.000 russische Soldaten stehen bis an die Zähne bewaffnet an den ukrainischen Grenzen, und &lt;a href=&quot;https://augengeradeaus.net/2021/12/russlands-vorschlaege-fuer-vertraege-ueber-sicherheitsgarantien-faktisch-ein-ende-der-nato-neufassung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Russland stellt Forderungen&lt;/a&gt;. Nicht an die Ukraine, wie man vielleicht erwarten könnte; sondern an &lt;em&gt;uns&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn wir nicht schriftlich zusichern, die Ukraine niemals in die NATO aufzunehmen, dann … könnte &lt;em&gt;irgendetwas&lt;/em&gt; passieren. Das gleiche gilt für alle anderen Länder des Planeten: Wir müssen schriftlich zusichern, dass wir sie niemals in die NATO aufnehmen; ja, Sie haben richtig gelesen, die NATO darf nie mehr irgendein anderes Land aufnehmen, sonst … könnte jetzt in der Ukraine &lt;em&gt;irgendetwas&lt;/em&gt; passieren. Also liebe Finnen, Schweden, Österreicher, Iren: Solltet ihr irgendwann auch in die NATO wollen, weil irgendein Staat in Europa sich aggressiv gebärdet und Truppen an Grenzen zusammenzieht – geht nicht … sonst ist die Ukraine dran. Oder ihr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ach so, da sind ja noch mehr russische Forderungen. Wenn die Nordamerikaner und wir Westeuropäer nicht zusichern, niemals Soldaten oder Waffen in irgendeinem anderen europäischen Land zu stationieren, dann … könnte &lt;em&gt;irgendwas&lt;/em&gt; passieren. Das betrifft nicht nur die NATO, sondern auch die EU und alle anderen Formen militärischer Zusammenarbeit in Europa.&amp;#160;Gemeinsame Luftraumkontrolle der Europäer? Gemeinsam betriebene Militärbasen? Geteilte Ausrüstung? Multinationale Verbände? Europäische Armee? Nix da! Sonst ist die Ukraine fällig.&amp;#160;Aber halt! Russland ist großzügig, es gibt ja eine wichtige Ausnahme. Wenn ein Land in seiner Sicherheit bedroht ist, dann dürfen wir unsere Truppen zu Hilfe schicken – wir müssen halt nur vorher in Moskau um Erlaubnis bitten. Also konkret: Wenn, sagen wir mal, Russland 100.000 Mann an der Grenze des NATO- und EU-Lands Estland aufmarschieren lässt, dann sollen wir Russland fragen, ob wir den Esten helfen dürfen.&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Russland-und-die-Deutschen,-oder-Der-Baer-will-doch-nur-spielen!-216.html#extended&quot;&gt;&quot;Russland und die Deutschen, oder „Der Bär will doch nur spielen!“&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 15:15:00 +0100</pubDate>
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    <category>aggression</category>
<category>geist und macht</category>
<category>russland</category>
<category>ukraine</category>

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