Dieses Jubiläum lassen wir uns nicht entgehen: Heute vor 450 Jahren, am 23. Juli 1562, starb Götz von Berlichingen, der Ritter mit der eisernen Hand, der einen ganz eigenen Stil diplomatischer Verhandlung pflog:

„Mich ergeben! Auf Gnad und Ungnad! Mit wem redet Ihr! Bin ich ein Räuber! Sag deinem Hauptmann: Vor Ihro Kaiserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsch lecken!“

Ja, ja – das Zitat ist in dieser Form nicht historisch, sondern Dichtererfindung Goethes. Aber wir möchten den heutigen Tage zu dem Bekenntnis nutzen, dass wir dergleichen klaren Stil doch gerne einmal auf einer der sonst so drögen Pressekonferenzen nach europäischen Gipfeln vernehmen würden, die ja derzeit eher dem Vernebeln als dem Erläutern dienen.

Ach ja, den Dichtergötz gibt’s hier:

Johann Wolfgang Goethe: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Ein Schauspiel. Zuerst o.O. 1773. 

   

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