
Wir haben hier bislang nichts über die Europawahl geschrieben, da wir uns außerstande sehen, die Fülle von Themen, die im Vorfeld angesprochen werden müssten, auch nur skizzenhaft zu umreißen – man sollte ein Buch schreiben. Aber wenigstens gibt es diesmal im Ansatz so etwas wie politische Konkurrenz im Wahlkampf.
Nur soviel: In Europa stehen in den nächsten Jahren wegweisende Entscheidungen an. Die Institutionen können nicht bleiben, wie sie sind; die wirtschaftspolitische Architektur der Union ist unbefriedigend; weitere Länder möchten beitreten, die Briten vielleicht austreten; Europa ist gezwungen, sich eine echte Außen- und Sicherheitspolitik zuzulegen.
Wenn diese Weichen gestellt werden, sollten keine Menschen im Stellwerk sitzen, denen Wohl und Wehe des Kontinents, auf dem wir leben, am Allerwertesten vorbei gehen - keine Menschen, die das Gemeinwesen, das sie repräsentieren sollen, verachten.
Wer sich um einen Sitz im europäischen Parlament bewirbt und gleichzeitig abfällig über die EU redet, ist der Aufgabe intellektuell oder charakterlich nicht gewachsen.
Ein paar letzte Links vor der Wahlentscheidung:
Der Wahl-O-Mat bei der Bundeszentrale für Politische Bildung
Electio 2014, eine Art alleuropäisches Pendant zum Wahl-O-Mat
“Positionen der Parteien zur Europawahl” von der Konrad-Adenauer-Stiftung (Pdf)
“Positionen der europäischen Parteien … zur Europawahl”, ebenfalls von der Konrad-Adenauer-Stiftung (Pdf)
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