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    <title>reichsfrei.de  - Geschichte</title>
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    <description>Deutschland und die Welt da draußen</description>
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<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 17:08:49 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: reichsfrei.de  - Geschichte - Deutschland und die Welt da draußen</title>
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    <title>Im Maschinenraum der Geschichte</title>
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            <category>Geschichte</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Wo sind wir? In welche fremde Welt sind wir geraten? Wie sind wir dort hingekommen? Gro&amp;szlig;e und kleine Kriegerreiche fangen Kriege an, aus keinem anderen Grund als weil sie es k&amp;ouml;nnen &amp;ndash; Russland und die USA, Israel und die W&amp;uuml;stenreiche des Sudan. Der F&amp;uuml;hrer der westlichen Welt wurde zur Gei&amp;szlig;el der westlichen Welt; der Erbe des Jahrhunderthoffnungstr&amp;auml;gers Michail Gorbatschow will Totengr&amp;auml;ber Europas sein; der Leuchtturm der Demokratie im Nahen Osten hat sich in eine imperialistische Kolonialmacht verwandelt; machtbesessene Kriegsherren am Mittleren Nil schlagen sich auf genau die Weise, die europ&amp;auml;ische Rassisten des 19. Jahrhunderts von ihnen erwartet h&amp;auml;tten.&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Nirgends ist der Ritter in schimmernder Wehr zu sehen, der die Schurken der Welt in die Schranken weisen w&amp;uuml;rde; auch der erzwungene F&amp;uuml;hrungswechsel im Iran hat nur dazu gef&amp;uuml;hrt, dass jetzt anstelle &amp;uuml;bler Theologen &amp;uuml;ble Milit&amp;auml;rs das Sagen haben. Die Kriege lassen Hunger und Elend wieder wachsen; und den Klimawandel gibt es ja auch noch, nur dass sich jetzt niemand mehr f&amp;uuml;r die Naturkatastrophen von morgen interessiert. Die Weltwirtschaft treibt derweil auf die n&amp;auml;chsten Stromschnellen zu.&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Im-Maschinenraum-der-Geschichte-230.html#extended&quot;&gt;&quot;Im Maschinenraum der Geschichte&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 18:36:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche nation</category>
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    <title>Von Reichen, Ränken und Republiken: Jahrestage 2023</title>
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            <category>Geschichte</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 10. Mai 2023&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;Wenn &lt;em&gt;Geschichte&lt;/em&gt; das w&amp;auml;re, was &lt;em&gt;geschehen&lt;/em&gt; ist, w&amp;auml;re die Besch&amp;auml;ftigung mit ihr sinnlos, denn um ein Jahrhundert mit allem, was darin geschehen ist, nachzuvollziehen, br&amp;auml;uchte es &amp;ndash; genau: ein Jahrhundert und mehrere Milliarden Chronisten. Nein, Geschichte ist viel weniger und viel mehr: Geschichte ist das, was wir &amp;uuml;ber Ereignisse &lt;em&gt;erz&amp;auml;hlen&lt;/em&gt;, von denen wir &lt;em&gt;glauben&lt;/em&gt;, dass sie geschehen sind; in einer Form und Formulierung, die einen solchen Sinn ergeben, der uns &lt;em&gt;Orientierung&lt;/em&gt; in unserer eigenen Zeit zu geben vermag. Oder k&amp;uuml;rzer: Geschichte besteht aus einer Reihe guter Geschichten. Ein paar davon wollen wir heute mal wieder anrei&amp;szlig;en.&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h3 style=&quot;margin-bottom: 11px;&quot;&gt;20 Geschichten aus der Vergangenheit &amp;uuml;ber unsere Zeit&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/h3&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;strong&gt;Vor 4050 Jahren wurde Ibbi-Sin K&amp;ouml;nig von Ur in Mesopotamien.&lt;/strong&gt; Unter seiner Regierung ging das Stadtreich in einer Kombination aus Wirtschaftskrise und &amp;auml;u&amp;szlig;eren Angriffen unter &amp;ndash; ein Vorgang, der sich seither unz&amp;auml;hlige Male wiederholt hat. K&amp;ouml;nigreiche, Imperien, Republiken &amp;ndash; sie k&amp;ouml;nnen einfach verschwinden, wenn ihre Bev&amp;ouml;lkerung in Krisenzeiten, die es immer einmal gibt, nicht entschlossen genug oder nicht klug genug handelt. Die Stadt Ur existierte weiter, aber ihre Macht und ihre Selbst&amp;auml;ndigkeit waren dahin. In einer alterstr&amp;auml;gen Senioren-Republik wie der unseren lohnt es sich, das festzuhalten: Nichts zu tun, ist keine Option, wenn anderswo auf dem Kontinent Kriege und Krisen um sich greifen. &lt;em&gt;(2028 vor Christus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;strong&gt;Vor 2550 Jahren starb Peisistratos, Tyrann von Athen.&lt;/strong&gt; Die Stadt ist nicht immer eine Demokratie gewesen. Im sechsten Jahrhundert vor Christus stritten sich die &amp;ouml;rtlichen Adelsfamilien um die Macht; dem Adel insgesamt standen verarmte B&amp;uuml;rger in politischer Feindschaft gegen&amp;uuml;ber. Eine ideale Situation f&amp;uuml;r einen B&amp;uuml;rgerkrieg &amp;ndash; oder f&amp;uuml;r einen Tyrannen. Peisistratos versuchte zweimal durch politische R&amp;auml;nke die Macht in Athen zu erringen &amp;ndash; vergeblich. Er wurde verjagt, machte im Exil ein Verm&amp;ouml;gen, mit dem er eine S&amp;ouml;ldnertruppe finanzierte, und eroberte sich die Stadt schlie&amp;szlig;lich mit Gewalt. Als Tyrann hielt er die gesellschaftlichen Konflikte im Zaum &amp;ndash; durch Gewalt und mit Geld. Die Wirtschaft bl&amp;uuml;hte auf und ebenso die Kultur. Peisistratos ist das Urbild des ideologischen Klischees vom guten Diktator, der die alten Eliten an die Kandare nimmt, Geld an das normale Volk verteilt und die Wirtschaft ankurbelt. &amp;#160;Das, wovon die Fans von Donald Trump tr&amp;auml;umen. &lt;em&gt;(528 vor Christus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Von-Reichen,-Raenken-und-Republiken-Jahrestage-2023-222.html#extended&quot;&gt;&quot;Von Reichen, Ränken und Republiken: Jahrestage 2023&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 10 May 2023 15:00:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche geschichte</category>
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    <title>Europa und die Morgenröte </title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Europa-und-die-Morgenroete-214.html</link>
            <category>Europäische Union</category>
            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, im Dezember 2021&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Jahr geht zu Ende, und mit ihm gehen Epochen. Die Post-9/11-Ära hat mit dem Rückzug aus Afghanistan einen Abschluss gefunden, und Angela Merkel ist nicht mehr Bundeskanzlerin. Adé, Adé.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber nicht dem Ende, dem Anfang wohnt ein Zauber inne, und um einen solchen soll es auch heute wieder einmal gehen. Um Europa.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Europa als Anfang? Ist nicht der alte Kontinent genau dies – der alte Kontinent? Alternde Bevölkerung, dysfunktionale politische Strukturen, nostalgische Wirtschaftsmodelle, stagnierende technologische Entwicklung, hilflose Außenpolitik?&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Phönix Europa&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Schon. Aber wenn je irgendwo ein Phönix aus der Asche gestiegen ist, dann in Europa. Dies ist der Kontinent, der auf die Heimsuchung durch die mittelalterliche Pest mit einer Renaissance reagierte; der aus der Katastrophe der Napoleonischen Kriege in eine Industrielle Revolution aufbrach; der nach dem Inferno zweier Weltkriege und zweier totalitärer Systeme eine freiheitliche zweite Moderne erfand, mit Wirtschaftswundern, Bildungsrevolutionen, Wohlfahrtsstaaten und millionenfacher individueller Selbstverwirklichung. Wie groß die Herausforderungen auch sein mögen: Zu Defätismus besteht weiß Gott kein Anlass auf dem Erdteil, der nur sechs Jahre nach dem Ende des brutalsten Krieges der Weltgeschichte die Europäische Gemeinschaft hervorgebracht hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ja: Europa hat es vermocht, die alten Klassengesellschaften durch ein umfassendes System wirtschaftlicher Neuverteilung zu befrieden; und Europa ist es gelungen, seine massenmörderischen zwischenstaatlichen Konflikte durch das Konzept der europäischen Integration zu entschärfen. Dies sind Errungenschaften von welthistorischem Rang. Sie haben Europa den Preis für den innovativsten Kontinent im Zwanzigsten Jahrhundert tatsächlich noch gerettet. Das war nach dem neu-steinzeitlichen Tribalismus der Faschisten und der Wiedereinführung der mittelalterlichen Schollenbindung durch den Mauersozialismus kaum noch zu erwarten gewesen. Aber Europa ist ein Wunder.&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Europa-und-die-Morgenroete-214.html#extended&quot;&gt;&quot;Europa und die Morgenröte &quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 23 Dec 2021 13:50:00 +0100</pubDate>
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    <category>abendland</category>
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    <title>Tage deutscher Einheit: Preußen und Bayern</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Preussen-und-Bayern-206.html</link>
            <category>Geschichte</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;Am 3. Oktober 2020 feiern wir ein Jubiläum: Vor 30 Jahren wurde Deutschland wiedervereinigt.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allerdings nicht zum ersten Mal.&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die vorletzte Wiedervereinigung liegt 150 Jahre zurück, die vorvorletzte 205 Jahre, die vorvorvorletzte 372 Jahre, und wenn wir weiter zurückblicken, finden wir noch ein paar Reunionen mehr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben hier in Mitteleuropa ein gewisses Problem, überregionale staatliche Strukturen auf Dauer zu stellen. Diverse &lt;a href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Reichsteilungen-66.html&quot;&gt;fränkische Reichsteilungen&lt;/a&gt;, zahlreiche mittelalterliche Doppelkönigswahlen, das konfessionelle Auseinanderfallen des nie zu Ende reformierten Reichs, die dynastischen Kriege des 18. Jahrhunderts, die Selbstaufgabe des Reichs gegenüber Napoleon, der Zerfall des Deutschen Bundes im &lt;a href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Verdun,-Skagerrak,-Koeniggraetz-Was-die-Kontinentalmacht-Deutschland-aus-alten-Schlachten-lernen-koennte-161.html&quot;&gt;Krieg von 1866&lt;/a&gt;, schließlich die Teilung von 1949 - jeder &lt;em&gt;Wiedervereinigung&lt;/em&gt; ging eine &lt;em&gt;Spaltung&lt;/em&gt; voraus. Woher kommt diese Instabilität überregionaler politischer Strukturen?&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Preussen-und-Bayern-206.html#extended&quot;&gt;&quot;Tage deutscher Einheit: Preußen und Bayern&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sat, 03 Oct 2020 01:51:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche geschichte</category>
<category>deutsche nation</category>
<category>deutscher föderalismus</category>
<category>mitteleuropa</category>

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    <title>Jahrestage 2019 – Von Union und Imperium</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Jahrestage-2019-Von-Union-und-Imperium-196.html</link>
            <category>Europäische Union</category>
            <category>Geschichte</category>
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 25. Juli 2019&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Endlich geht es voran. Nach einer Zeit der brexitgeschuldeten Lähmung kommt wieder Bewegung in die europäische Politik. Hoffentlich - zumindest ist eine neue Kommissionspräsidentin erkoren. Bevor der Karren Fahrt aufnimmt, schauen wir wie in jedem Jahr noch einmal zurück. Die EU hat das Zeug zu einem Imperium neuen Typs, einem demokratischen oder konföderalen. Richterin der Imperien ist die Geschichte: &lt;em&gt;Empires rise, empires fall&lt;/em&gt;… Die gefallenen Imperien sind dann die Unterrichtspräparate im Lehrsaal der Ewigkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Am Grunde der Moldau wandern die Steine,&lt;br /&gt;
es liegen drei Kaiser begraben in Prag.&lt;br /&gt;
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine,&lt;br /&gt;
die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;(Brecht)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Jahrestage-2019-Von-Union-und-Imperium-196.html#extended&quot;&gt;&quot;Jahrestage 2019 – Von Union und Imperium&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 25 Jul 2019 13:10:00 +0200</pubDate>
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    <title>Tage deutscher Einheit – Das Kaiserreich wird demokratisch</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Das-Kaiserreich-wird-demokratisch-192.html</link>
            <category>Geschichte</category>
            <category>Staat und Nation</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Thorsten Kleinschmidt, 3. Oktober 2018 &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Vor 100 Jahren wurde Deutschland eine westliche Demokratie – beurkundet von Wilhelm II. persönlich&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;In diesem Monat vor 100 Jahren, am 28. Oktober 1918, wurde das Deutsche Reich eine Demokratie westlichen Zuschnitts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erste Weltkrieg war noch nicht vorbei; jeden Tag, jede Stunde wurde getötet und wurde gestorben. Es waren keine „Siegermächte‟, die Deutschland die Demokratie brachten. Nein: Das deutsche Parlament in seinen zwei Kammern Reichstag und Bundesrat beschloss eine Änderung der Reichsverfassung, die daraufhin vom Kaiser angeordnet wurde; sein Erlass wurde durch den Reichskanzler Max von Baden gegengezeichnet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit nur sechs Veränderungen wurde das Deutsche Reich zu einer parlamentarischen Monarchie. Der neue Text:&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Das-Kaiserreich-wird-demokratisch-192.html#extended&quot;&gt;&quot;Tage deutscher Einheit – Das Kaiserreich wird demokratisch&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 03 Oct 2018 12:32:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche demokratie</category>
<category>deutsche geschichte</category>

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    <title>Jahrestage 2018 - Von Krieg und Frieden und Freiheit</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Jahrestage-2018-Von-Krieg-und-Frieden-und-Freiheit-187.html</link>
            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Thorsten Kleinschmidt, 16. März 2018 &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sind also doch nicht in einer Zeitschleife gefangen – sechs Monate nach der Bundestagswahl gibt es jetzt doch eine neue Regierung; wenn man eine Regierung Merkel IV denn als „neu‟ bezeichnen möchte. Außerhalb Deutschlands war von Stillstand ohnehin nichts zu bemerken – die Zeit rast wohl doch dahin wie eh und je und entfernt uns in demselben atemberaubenden Tempo von den Ursprüngen unserer Erinnerungen wie die Trägerrakete eines Raumschiffs die Astronauten vom Boden ihres Heimatplaneten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den leeren Weltenraum der Zukunft vor uns, schauen wir dennoch vom oberen Rand der Stratosphäre noch einmal zurück, um vielleicht zu verstehen, warum wir dort sind, wo wir sind, und in welche Richtung wir uns eigentlich bewegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwar nehmen wir die Dinge beim Blick aus so großer Entfernung nur noch verschwommen war; aber der Überblick ist grandios.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Jahrestage-2018-Von-Krieg-und-Frieden-und-Freiheit-187.html#extended&quot;&gt;&quot;Jahrestage 2018 - Von Krieg und Frieden und Freiheit&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 16 Mar 2018 12:17:00 +0100</pubDate>
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    <title>Luther zum Abschluss: Weder Freiheitsheld noch Dichter</title>
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            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Thorsten Kleinschmidt, 6. November 2017 &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luther, Luther, Luther. Im Monat der 500-Jahr-Feiern des Wittenberger Thesenanschlags gibt es kein Entrinnen. Sogar ins deutsche Fernsehen – ansonsten ein ziemlich religionsfreier Raum – hat der Reformator es geschafft. Das ZDF ging das unerhörte Wagnis eines Luther-Musicals ein, in dem M.L. nicht zum politischen Revoluzzer verharmlost wurde – nein: Es wurden tatsächlich ein paar religiöse Inhalte ins Scheinwerferlicht gedreht, und eine Inkarnation der Himmlischen Heerscharen sang – höchste der Provokationen – von Gott, oder besser: von GOTT.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;GOTT. Der spielt ansonsten beim medialen Gedenken keine große Rolle. Es gibt ja auch nicht allzu viele Menschen in Deutschland, die mit IHM auf vertrautem Fuße stehen. Die deutsche Nation zeichnet sich heute gewiss durch manche schöne Tugend aus; aber nicht durch überbordende religiöse Kreativität oder auch nur Kompetenz. Hierzulande herrschen der Atheismus der Ahnungslosen und das Gottvertrauen der Gleichgültigen. Und so verwundert es nicht, dass zu den theologischen Leistungen und Fehlleistungen des Martin Luther kaum etwas zu hören und zu lesen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um so eifriger bemühen sich Kulturredakteure, Leitartikler, Blogger und andere Berufene uns klar- und weiszumachen, dass die großen Verdienste des M.L. auch und vor allem auf durchaus weltlichen Gebieten zu finden seien.&amp;#160; Hier aber wird uns so manches Halbgare aufgetischt, in einem Eintopf aus altprotestantischer Propaganda, nostalgischer Pfarrhausromantik, borussisch-wilhelminischer Herrschaftsideologie, teutonischem Kulturnationalismus und evangelisch-bürgerlichem Erwähltheitsdünkel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In diese Suppe zu spucken, ist patriotische Pflicht. Denn auf die Wahrheitsliebe bilden wir uns in Deutschland seit Luther doch so viel ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Luther-zum-Abschluss-Weder-Freiheitsheld-noch-Dichter-184.html#extended&quot;&gt;&quot;Luther zum Abschluss: Weder Freiheitsheld noch Dichter&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Mon, 06 Nov 2017 15:46:00 +0100</pubDate>
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    <category>christentum</category>
<category>deutsche geschichte</category>
<category>protestantismus</category>
<category>reform</category>
<category>religion</category>

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    <title>Tage deutscher Einheit – Im Parlament</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Im-Parlament-183.html</link>
            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Thorsten Kleinschmidt, 3. Oktober 2017 - am Tag der Deutschen Einheit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Spätestens am 24. Oktober tritt ein neuer Bundestag zusammen. Es wird dies die 42. demokratisch gewählte Volksvertretung für ganz Deutschland sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die 1. war die Nationalversammlung des Jahres 1848. Zur Vorbereitung der Wahl dieses ersten Parlaments tagte vom 31. März bis zum 3. April 1848 in der Frankfurter Paulskirche das sogenannte &lt;em&gt;Frankfurter Vorparlament&lt;/em&gt;. Die Debatten, die zur ersten alldeutschen demokratischen Wahl führen sollten, waren äußerst schwierig und drohten in Tumulte auszuarten. Vor der Paulskirche versammelte sich eine erregte Menschenmenge. Viele Demonstranten waren Gerüchten zufolge bewaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser kritischen Situation trat &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Robert Blum&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, Vizepräsident des Vorparlaments, ans Rednerpult. In einer dramatischen Intervention erinnerte er die Parlamentarier an ihre Aufgabe und ihre Verantwortung. Seine Worte sind wert, erinnert zu werden:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Im-Parlament-183.html#extended&quot;&gt;&quot;Tage deutscher Einheit – Im Parlament&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 03 Oct 2017 07:07:00 +0200</pubDate>
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    <category>demokratie</category>
<category>deutsche demokratie</category>
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<category>deutsche nation</category>
<category>politische kultur</category>

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    <title>Jahrestage 2017 – Von Kreisen, die sich schließen und öffnen</title>
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            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wozu taugt uns Geschichte? Als Spiegel, unter anderem. Wenn wir 50, 100, 200, 300 Jahre zurückschauen, sehen wir uns selbst – mit Puderzopf, sozusagen. Wir erkennen, dass Erscheinungen unserer Zeit ihre Vorläufer im Vergangenen haben.&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht dass sich die Geschichte wiederholen würde. Aber die immer gleiche Natur des Menschen, die immer ähnlich wirkenden Zwänge der Geographie zeitigen verblüffend oft ähnliche Folgen. Man könnte versucht sein zu behaupten, die Menschheit drehe sich ewig im Kreise, oder vielleicht besser in einer Spirale, bei deren Beschreibung man noch darüber streiten könnte, ob sie uns nach oben oder nach unten führt.&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber Vorsicht! Wenn wir die Geschichte als Spiegel hernehmen wollen, dann dürfen wir nie vergessen, dass aus einem Spiegel immer nur der hinaus schauen kann, der hinein schaut. Und so ist die folgende historische Spiegelfechterei denn vielleicht nichts anderes als der Ausdruck&amp;#160; der Obsessionen eines Mitteleuropäers des Jahres 2017, der glaubt sich auf das Chaos seiner Zeit unbedingt einen Reim machen zu müssen. Sei&#039;s drum!&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vor 2750 Jahren&lt;/strong&gt; gründeten griechische Siedler aus Korinth die Stadt Syrakus auf Sizilien.&amp;#160; Die griechische Besiedlung Süditaliens, für die das Ereignis beispielhaft steht, begründete die Ausweitung griechischen Kultureinflusses auf die weitere Welt. Hier sehen wir den ersten kleinen Schritt auf dem Weg zu einer gesamteuropäischen Kultur. &lt;em&gt;(734 vor Christus)&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vor 2550 Jahren&lt;/strong&gt; fand in Athen der erste bekannte Wettstreit zwischen Tragödiendichtern statt, bei den Dionysien, den Festspielen zu Ehren des Gottes Dionysos. Die eigentlich absurde Idee eines Wettkampfes zwischen Poeten, als handele es sich beim Dichten um eine Art Krieg, den es zu gewinnen gälte, wirft ein Licht auf die extrem agonale, an Statuskämpfen orientierte Kultur der alten Griechen. Man hatte ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl und bekämpfte einander gleichzeitig ohne Unterlass. Das ist in Europa immer noch so. Die Griechen erfanden auch die Olympischen Spiele, die Ausdruck desselben Phänomens sind. Eines Phänomens, das uns die hocheffiziente Wettbewerbswirtschaft, die pluralistische Demokratie und jede Menge Kriege beschert hat. &lt;em&gt;(534 vor Christus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Jahrestage-2017-Von-Kreisen,-die-sich-schliessen-und-oeffnen-173.html#extended&quot;&gt;&quot;Jahrestage 2017 – Von Kreisen, die sich schließen und öffnen&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 21 Apr 2017 13:01:45 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche demokratie</category>
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    <title>Tage deutscher Einheit - Völkerbund</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Voelkerbund-165.html</link>
            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;Flüchtlinge aufnehmen oder abweisen? Deutsche Leitkultur verordnen oder Multikulti tolerieren? Integrationseuropa stärken oder abwickeln? Kriegsherren in Syrien entgegentreten oder sich ins deutsche Schneckenhaus verkriechen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deutschlands große Aufgabe ist derzeit die Balance zwischen Eigenem und Fremdem. Wieder einmal. So war es oft hier in Mitteleuropa, wo wir ständig hin und her getrieben sind zwischen dem Bedürfnis, uns dem Austausch mit unseren so zahlreichen Nachbarn zu öffnen, und der Notwendigkeit, unsere eigenen Kräfte für diese manchmal schwierigen und zuweilen gefährlichen Begegnungen zu sammeln und zu bündeln.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Deutschland und die Welt da draußen. Zum Tag der Deutschen Einheit erteilen wir das Wort Altaußenminister Gustav Stresemann.&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:135 --&gt;&lt;img alt=&quot;Gustav Stresemann&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; src=&quot;http://www.reichsfrei.de/uploads/BilderinBeitrgen/Gustav_Stresemann_10-16.jpg&quot; style=&quot;margin:5px; width:179px&quot; /&gt;Aus der Rede anlässlich der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund,&lt;br /&gt;
26. September 1926&lt;br /&gt;
&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;„Deutschland tritt mit dem heutigen Tage in die Mitte von Staaten, mit denen es zum Teil seit langen Jahrzehnten in ungetrübter Freundschaft verbunden ist, die zum anderen Teil im letzten Weltkrieg gegen Deutschland verbündet waren. Es ist von geschichtlicher Bedeutung, dass Deutschland und diese letzteren Staaten sich jetzt im Völkerbund zu dauernder, friedlicher Zusammenarbeit zusammenfinden.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in der gegenwärtigen Epoche würde die Kultur der Menschheit auf das schwerste bedroht sein, wenn es nicht gelänge, den einzelnen Völkern die Gewähr zu verschaffen, in ungestörtem, friedlichem Wettbewerb die ihnen vom Schicksal zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen. Die grundstürzenden Ereignisse eines furchtbaren Krieges haben die Menschheit zur Besinnung über die den Völkern zugewiesenen Aufgaben gebracht. Wir sehen in vielen Staaten den Niederbruch wertvollster, für den Staat unentbehrlicher geistiger und wirtschaftlicher Schichten. Wir erleben die Bildung von neuen und das Hinsinken von alten Formen der Wirtschaft. Wir sehen, wie die Wirtschaft die alten Grenzen der Länder sprengt und neue Formen internationaler Zusammenarbeit erstrebt.&lt;br /&gt;
...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Voelkerbund-165.html#extended&quot;&gt;&quot;Tage deutscher Einheit - Völkerbund&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Mon, 03 Oct 2016 08:40:00 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche nation</category>
<category>integration</category>
<category>internationalismus</category>

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    <title>Waterloo - oder: Das Ende der Geschichte</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Waterloo-oder-Das-Ende-der-Geschichte-147.html</link>
            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img height=&quot;377&quot; width=&quot;508&quot; src=&quot;http://www.reichsfrei.de/uploads/BilderinBeitrgen/Gedenktafel_in_Adensen_fr_die_bei_Waterloo_Gefallenen6-15.jpg&quot; alt=&quot;Gedenktafel für die bei Waterloo Gefallenen&quot; /&gt; &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Heute vor 200 Jahren endete eines der großen imperialistischen Projekte der europäischen Geschichte, das mörderische Kaisertum Napoleon Bonapartes, bei dem kleinen belgischen Dorf Waterloo in einem furchtbaren Gemetzel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Bedeutung geschichtlicher Ereignisse werden dicke Bücher geschrieben. Dabei geht es immer um die Bedeutung der Ereignisse für diejenigen, die danach weiterleben. Bei Waterloo starben innerhalb weniger Stunden 10.000 Menschen, vielleicht mehr. Für sie alle bedeutete dieses geschichtliche Ereignis den Tod, und nichts weiter. Ihre &lt;em&gt;Geschichte&lt;/em&gt; endet hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Lebenden mögen ihrer und anderer Kriegstoter gedenken, dankbar, mitleidig, wie auch immer - es ändert nichts. Wir können aus der Geschichte lernen und lernen, aber das nutzt nur uns selbst, für die Toten kommt alles zu spät. &lt;em&gt;Ihre&lt;/em&gt; Geschichte ist zu Ende, in &lt;em&gt;unserer&lt;/em&gt; Geschichte sind sie nur Fußnoten. Ein tröstlicher Gedanke ist das nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dies sind die Gefallenen aus der kleinen Streitmacht des Herzogtums Braunschweig, die am 16. und am 18. Juni 1815 an den Schlachten von Quatre Bras und Waterloo teilnahm. Sie stehen für tausende weitere, deren Geschichte auch vor 200 Jahren im Schlamm von Brabant endete.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jäger Heinrich Achilles aus Leinde, gefallen bei Waterloo&lt;br /&gt;Jäger Johann Ahrens aus Uehrde, vermisst&lt;br /&gt;Jäger Christian Ahrens aus Zweidorff, gefallen bei Waterloo&lt;br /&gt;Jäger Heinrich Aßmus aus Seesen, vermisst &lt;br /&gt;Husar Andreas Balleur aus Lesse, gefallen bei Waterloo&lt;br /&gt;Jäger Johann Bartels aus Hohenbüchen, gefallen bei Waterloo &lt;br /&gt;Jäger Christian Bauerochse aus Wolfshagen, gefallen bei Quatre Bras &lt;br /&gt;Jäger Christian Becker aus Emmerstedt, vermisst&amp;#160;
&lt;/p&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Waterloo-oder-Das-Ende-der-Geschichte-147.html#extended&quot;&gt;&quot;Waterloo - oder: Das Ende der Geschichte&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 18 Jun 2015 11:16:40 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche geschichte</category>
<category>frankreich</category>
<category>krieg</category>

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    <title>Gott, sonst nichts auf der Welt: Bismarck über Rüstung und Russland</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Gott,-sonst-nichts-auf-der-Welt-Bismarck-ueber-Ruestung-und-Russland-145.html</link>
            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;em&gt;Otto von Bismarck, geboren heute vor 200 Jahren, am 1. April 1815 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1888 vergrößerte Deutschland während einer diplomatischen Krise mit Russland sein Heer. In der entscheidenden Reichstagssitzung ergriff Bismarck als Reichskanzler das Wort.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;img width=&quot;279&quot; vspace=&quot;20&quot; hspace=&quot;20&quot; height=&quot;419&quot; align=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.reichsfrei.de/uploads/BilderinBeitrgen/Bismarck4-15.jpg&quot; /&gt; &lt;br /&gt;Otto von Bismarck, Aus der Rede vor dem Reichstag vom 6.2.1888 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„ … Ich bin nun weit entfernt, aus der Tatsache, dass ich sie heute für unmotiviert halte, den Schluss zu ziehen, dass wir einer Verstärkung der Wehrkraft nicht bedürften sondern umgekehrt&amp;#160; (…) Wir müssen, unabhängig von der augenblicklichen Lage, so stark sein, dass wir mit dem Selbstgefühl einer großen Nation, die unter Umständen stark genug ist, ihre Geschicke in ihre eigene Hand zu nehmen, auch gegen jede Koalition – mit dem Selbstvertrauen und mit dem Gottvertrauen, welches die eigene Macht verleiht und die Gerechtigkeit der Sache, die immer auf deutscher Seite bleiben wird nach der Sorge der Regierung -, dass wir damit jeder Eventualität entgegensehen können und mit Ruhe entgegensehen können. Wir müssen, kurz und gut, in diesen Zeiten so stark sein, wie wir irgend können, und wir haben die Möglichkeit, stärker zu sein als irgendeine Nation von gleicher Kopfstärke in der Welt; - ich komme darauf noch zurück-, es wäre ein Vergehen, wenn wir sie nicht benutzten. Sollten wir unsere Wehrkraft nicht brauchen, so brauchen wir sie ja nicht zu rufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(…)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich sage, wir müssen dauernd bestrebt sein, allen Eventualitäten gewachsen zu sein, so erhebe ich damit den Anspruch, dass wir noch größere Anstrengungen machen müssen als andere Mächte zu gleichem Zwecke, wegen unserer geographischen Lage.&amp;#160; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Gott,-sonst-nichts-auf-der-Welt-Bismarck-ueber-Ruestung-und-Russland-145.html#extended&quot;&gt;&quot;Gott, sonst nichts auf der Welt: Bismarck über Rüstung und Russland&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 01 Apr 2015 10:43:23 +0200</pubDate>
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    <category>deutsche geschichte</category>
<category>russland</category>
<category>rüstung</category>

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    <title>Jahrestage 2015, oder: Segeln!</title>
    <link>http://www.reichsfrei.de/eintrag/Jahrestage-2015,-oder-Segeln!-144.html</link>
            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;p&gt; &lt;em&gt;Ein Kalif im Zweistromland, ein Zar in Russland, ein Religionskrieg und ein Kalter Krieg - die Geschichte holt uns ein, ein schwarzes Segel nähert sich von hinten. Nein, es wiederholt sich nichts. Doch in Zeiten wie diesen nehmen wir sie wieder war, die lange Dünung der Zeit, den ewigen Wechsel von Wellenkämmen und Wellentälern, und wir fühlen, wie das Deck unseres Narrenschiffs unter unseren Füßen vibriert.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;img align=&quot;absmiddle&quot; src=&quot;http://www.reichsfrei.de/uploads/BilderinBeitrgen/Dahl-Fregat_i_en_storm3-15.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Schauen wir zurück - was sehen wir?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;… &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Vor 3200 Jahren&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; wurde Ugarit von den Seevölkern zerstört. Ugarit war Mittelpunkt eines blühenden Handelsstaats an der syrischen Küste -&amp;#160; hochentwickelt, reich und zu seiner Verteidigung auf den Schutz stärkerer Nachbarn angewiesen. Diese Nachbarn waren zur Zeit des Angriffs mit eigenen Problemen beschäftigt - und hatten dazu sogar die Krieger Ugarits als Vasallentruppe zu sich befohlen. Die Stadt war somit wehrlos. Sie wurde geplündert, dem Erdboden gleich gemacht und nie wieder aufgebaut. Dramatisches Beispiel einer völlig verfehlten Sicherheitspolitik. (1186 vor Christus)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Vor 2500 Jahren&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; wurde in China der erste Abschnitt des Kaiserkanals gebaut. Der Kanal, der über einen Zeitraum von 1800 Jahren nach und nach verlängert und erweitert wurde, verband Nord- und Südchina und war der zentrale Verkehrsweg des Reichs. Er war ein strategisches Leuchtturmprojekt, an dem viele Generationen arbeiteten. Wer eine Zivilisation bauen will, braucht einen langen Atem. Der Euro ist jetzt 16 Jahre alt – gebt ihm noch 1000 Jahre. (486 vor Christus)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Vor 2400 Jahren&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; wurde der Königsfrieden geschlossen, der den Korinthischen Krieg zwischen Sparta und anderen Griechenstädten beendete. Der Königsfrieden war der erste sogenannte Allgemeine Frieden. Erstmals wurde nicht der Krieg, sondern der Frieden als Normalzustand betrachtet. Zuvor wurden Friedensverträge meist zwischen zwei konkreten Staaten für eine befristete Zeit geschlossen. Danach und daneben galt der kriegerische Urzustand, in dem jeder Staat jederzeit gegen seinen Nachbarn zu den Waffen greifen konnte. Der neuartige Frieden nun sollte grundsätzlich &lt;em&gt;für alle Staaten&lt;/em&gt; der Region gelten; er sollte &lt;em&gt;für unbegrenzte Zeit&lt;/em&gt; gelten; und er garantierte allen Staaten ihre &lt;em&gt;Unabhängigkeit und Gleichberechtigung&lt;/em&gt;. Durchgesetzt werden sollte der Frieden durch eine äußere Garantiemacht – das Perserreich. Der Königsfrieden hielt nicht lange. Aber seither ist die Idee des dauerhaften, gerechten Friedens in der Welt. Ihr verdanken wir unter anderem die Vereinten Nationen. (386 vor Christus)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Vor 2350 Jahren&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; wurde Alexander, den man später den Großen nennen sollte, König von Makedonien. Alexander, der Zerstörer und Unterwerfer des Perserreiches, ist das Urbild des großen Feldherrn und Eroberers: Seit über zwei Jahrtausenden inspiriert er Nachahmer. Wenige historische Persönlichkeiten haben eine ähnlich verheerende moralische Nachwirkung gehabt. Cäsar, Napoleon, Hitler – allesamt Epigonen Alexanders. Noch heute imitieren Präsidenten, die auf Panzern posieren, unbewusst den Makedonenkönig: den strahlenden Helden an der Spitze seiner Truppen. (336 vor Christus)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Vor 2200 Jahren&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; ließ der römische Senat den Kult des Bacchus mit brutaler Gewalt unterdrücken. Die Anhänger des Kultes waren für ihre ausschweifenden Orgien berüchtigt, die den moralischen Furor der Mehrheitsgesellschaft auf den Plan riefen. Mehrere tausend Menschen wurden hingerichtet. Der Wert der Religionsfreiheit ist in der säkularen Gesellschaft nicht mehr jedem klar; so mancher selbsternannte Aufklärer würde für Muslime, Juden oder auch Christen ganz gerne seine höchstpersönliche Version der Vernunft verpflichtend machen. Aber Religionsfreiheit dient auch dem Schutz von Minderheiten gegen das angeblich gesunde Volksempfinden – und gegen die Durchschnittsvernunft der Durchschnittsaufklärer. (186 vor Christus)
&lt;/p&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Jahrestage-2015,-oder-Segeln!-144.html#extended&quot;&gt;&quot;Jahrestage 2015, oder: Segeln!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 20 Mar 2015 15:00:45 +0100</pubDate>
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    <category>abendland</category>
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    <title>Tage deutscher Einheit: Religionsfrieden</title>
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            <category>Geschichte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thorsten Kleinschmidt)</author>
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    &lt;img vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;20&quot; align=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.reichsfrei.de/uploads/BilderinBeitrgen/AugsburgerReligionsfrieden10-14.jpg&quot; /&gt;Die Abgründe des religiösen Hasses, die sich derzeit in Syrien und im Irak auftun, sollten uns Deutschen nicht fremd sein:&amp;#160; Der mühselige Weg zur deutschen Einheit führte auch über diese Schlünde. Vor 459 Jahren wurde ein erster Pfeiler zur Überbrückung der religiösen Spaltung Mitteleuropas errichtet: Der Augsburger Religionsfriede von 1555. Hier kamen katholische und protestantische Deutsche überein, dass sie einander künftig nicht mehr unter Vorwand der Religion nach Lust und Laune ausplündern und totschlagen wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den entsetzlichen Dreißigjährigen Krieg, die Mutter aller Religionskriege, hat das Augsburger Dokument nicht verhindert; dafür war der Friede an vielen Stellen nicht detailliert genug. Es gab etliche strittige Punkte, und es wurden keine Institutionen geschaffen, die – in Ermangelung echten Vertrauens – wenigstens das Machtgleichgewicht der Konfessionen hätten garantieren können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Knapp hundert Jahre und einige Millionen Tote später kam man schließlich im Westfälischen Frieden auf die Prinzipien von Augsburg zurück. Diesen Umweg sollten sich die Menschen im Nahen Osten ersparen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für alle, die es angeht:&lt;em&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Augsburger Religionsfrieden vom September 1555&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, §§ 13-15&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;§ 13&lt;br /&gt;(…) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um der Stände und Untertanen Gemüter wieder in Ruhe und Vertrauen gegeneinander zu stellen, die Deutsche Nation, Unser geliebtes Vaterland, vor endlicher Zertrennung und Untergang zu behüten, haben Wir Uns mit der Kurfürsten Räten und Geordneten, den erscheinenden Fürsten und Ständen, der Abwesenden Botschaften und Gesandten und sie hinwieder sich mit Uns vereinigt und verglichen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#160;§ 14&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Setzen demnach, ordnen, wollen und gebieten, dass von nun an niemand, welcher Würde, welchen Standes oder Wesens er auch sei, um keinerlei Ursachen willen ... den andern befehden, bekriegen, berauben, fangen, überziehen, belagern soll; auch dazu weder für sich selbst oder noch für jemand anderen in dessen Namen nicht dienen soll; noch irgendein Schloss, Städte, Markt, Befestigung, Dörfer, Höfe und Weiler absteigen oder ohne des anderen Willen mit gewaltsamer Tat freventlich einnehmen oder gefährlich mit Brand oder auf anderen Wegen beschädigen soll; noch jemand solchen Tätern Rat, Hilfe und in keiner anderen Weise Beistand oder Vorschub tun soll, auch sie wissentlich und gefährlich nicht beherbergen, behausen, verpflegen, enthalten oder gedulden; sondern ein jeder den anderen mit rechter Freundschaft und christlicher Liebe meinen, auch kein Stand noch Glied des Heiligen Reichs dem anderen, so an gebührenden Orten Recht leiden mag, den freien Zugang von Proviant, Nahrung, Gewerbe, Rente, Geld und Einkommen abstricken noch aufhalten soll, sondern in alle Wege die Kaiserl. Majestät und Wir alle Stände und hinwiederum die Stände die Kaiserliche Majestät, Uns, auch ein Stand den anderen bei diesen nachfolgenden Religions-, auch gemeiner Konstitution des aufgerichten Land-Friedens alles Inhalts bleiben lassen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#160;§ 15&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#160;Und damit solcher Friede auch der spaltigen Religion halben ... desto beständiger zwischen der Römisch Kaiserlichen Majestät, Uns, auch Kurfürsten, Fürsten und Ständen des Heiligen Reichs Deutscher Nation angestellt, aufgerichtet und erhalten werden möchte, so sollen die Kaiserliche Majestät, Wir, auch Kurfürsten, Fürsten und Stände des Heiligen Reichs keinen Stand des Reichs von wegen der Augsburgischen Konfession und derselbigen Lehre, Religion und Glaubens halber mit der Tat gewaltsamer Weise überziehen, beschädigen, vergewaltigen oder in andere Wege wider sein Conscientz, Gewissen und Willen … in ihren Fürstentümern, Landen und Herrschaften dringen ... oder in einiger anderer Gestalt beschweren oder verachten, sondern man soll sie bei solcher Religion, Glauben, Kirchengebräuchen, Ordnungen und Zeremonien, auch bei ihrem Hab und Gut, liegend und fahrend, Land, Leuten, Herrschaften, Obrigkeiten, Herrlichkeiten und Gerechtigkeiten ruhiglich und friedlich bleiben lassen, und es soll die streitige Religion nicht anders denn durch christliche, freundliche, friedliche Mittel und Wege zu einhelligem, christlichem Verstand und Vergleichung gebracht werden...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(…)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegeben in Unseres Königs Ferdinands und des Heiligen Reichs Stadt Augsburg, auf den fünfundzwanzigsten Tag des Monats Septembris nach Christi Unsers lieben Herrn Geburt, im fünfzehnhundertundfünfundfünfzigsten Jahr, Unserer Reich des Römischen im fünfundzwanzigsten, und der andern im neunundzwanzigsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#160;Ferdinandus.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;(Anmerkungen zum Verständnis: &lt;br /&gt;Ferdinand I. war damals schon Römisch-Deutscher König, aber noch nicht Kaiser. Diesen Titel führte noch Karl V. , der aber schon seine Abdankung plante und am Reichstag nicht teilnahm. Daher auch die Unterscheidung zwischen „der Römisch Kaiserlichen Majestät“ (= Karl V.) und „Uns“ (= Ferdinand I.) &lt;br /&gt;Die „Augsburgische Konfession“ war das offizielle Bekenntnisdokument der evangelischen Reichsstände zu ihrem Glauben aus dem Jahre 1530.)&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Länderfinanzausgleich hin oder her: Wir Deutschen leben auch deshalb in einem Staat, damit wir uns politisch-weltanschaulich nicht erneut so auseinanderleben, dass wir irgendwann mit Breitschwertern oder Kampfpanzern aufeinander losgehen – und im Kalten Krieg wäre das beinahe schon wieder passiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;http://www.reichsfrei.de/eintrag/Tage-deutscher-Einheit-Religionsfrieden-136.html#extended&quot;&gt;&quot;Tage deutscher Einheit: Religionsfrieden&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 03 Oct 2014 12:18:00 +0200</pubDate>
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